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Copy a Shirt…

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DATE: 14 September, 2014
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Heute möchte ich euch zeigen, wie man ganz einfach und schnell ein Shirt nähen kann. Als erstes dürft ihr euch durch euren Kleiderschrank wühlen, am besten ist dafür ein kurzärmeliges (T-)Shirt geeignet, welches vom Schnitt eher unspektakulär ist.

Dafür braucht ihr:

  •  Lieblingsshirt
  • Stoff & passendes Garn
  • Papier zum Kopieren des Schnitt
  • Messwerkzeuge (Handmaß, Maßband, großes Lineal)
  • Markierutensillien (Bleistift, Schneiderkreide)
  • Gewichte & Papier- sowie Stoffschere

Als erstes muss das Shirt mit einigen Nadeln fixiert werden, damit wir den Schnitt so genau wie möglich abnehmen können.

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Der Schnitt vom Shirt wird mehr oder weniger einfach kopiert. Eine Möglichkeit wäre das Shirt vorher auseinander zu schneiden, um den Schnitt samt Nahtzugaben abzeichnen zu können. Allerdings möchte ich niemanden zumuten sein Lieblingsstück zu zerstören, deshalb könnt ihr auch einfach erstmal den Schnitt so abzeichnen und gebt dann die entsprechende Nahtzugabe dazu.

Ich habe mich am Rückteil orientiert, ihr werdet eventuell feststellen, dass sich im Vorderteil etwas mehr Weite befindet und es schwieriger zu kopieren ist. Im nächsten Schritt breitet das Papier aus und legt das Shirt so glatt wie möglich darauf. Nun fixiert ihr es mit ein paar Gewichten oder ein paar Nadeln.

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Mit dem Bleistift könnt ihr nun einmal rundherum um das Shirt zeichnen, letztendlich brauchen wir nur eine Seite, aber so ist es einfacher, die Mitte ausfindig zu machen. Also könnt ihr nun den Saum und den Halsausschnitt ausmessen, um die Hintere Mitte zu ermitteln.

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Natürlich müssen noch ein paar Dinge geändert werden, wie z.B. muss der Beleg vom Kragen ausgemessen werden (und in meinem Fall auch noch die Ärmel, die ich gleich im Schnitt eingezeichnet habe). Überall dort wo sich Belege befinden müsst ihr diese abmessen und aus dem Schnitt entfernen, denn logischerweise fügt ihr später einen Beleg mit den selben Maßen wieder dazu.

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Beim Vorderteil habe ich es mir einfach gemacht und einfach den Schnitt vom Rücken übernommen, dazu einfach abgemessen, was an Mehrweite da ist und an der Vorderen Mitte dazu gezeichnet. In meinem Fall waren es 1,5 cm. Nun müsst ihr nur noch den Halsausschnitt anpassen und fertig ist der Schnitt.

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Genug mit dem Papier rumgebastelt nun könnt ihr euch euren Stoff abbügeln und mit dem Zuschneiden beginnen. Beide Teile werden im Stoffbruch zugeschnitten

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Sobald ihr den Schnitt einmal komplett mit der Schneiderkreide umzeichnet habt, könnt ihr mit dem Handmaß die Nahtzugaben einzeichnen. Folgende Zugaben werden benötigt: Halsausschnitt und Seitennähte: 1 cm, Saum: 3 cm (Armausschnitt entfällt in meinem Fall, da ich sie im Schnitt eingezeichnet habe.

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Nun braucht ihr noch den Beleg für den Ausschnitt, dafür nehmt ihr einfach einen Querstreifen, es ist wichtig, dass der Streifen elastisch ist. Der Streifen wird dann in der Mitte gefaltet, so dass die schöne Seite außen liegt, ich habe den Streifen vorsichtig übergebügelt und mit ein paar Nadeln fixiert. Jetzt habt ihr alle nötigen Teile zusammen und es kann ans Nähen gehen.

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Zuerst wird eine Schulternaht geschlossen, welche ist eigentlich egal. Die andere Naht muss noch offen bleiben, damit wir einen schöneren Abschluss haben, wenn wir den Beleg an den Ausschnitt steppen.

Dabei geht ihr wie folgt vor: Belegkanten auf die rechte Seite des Vorder- bzw. Rückteils legen, so dass die Kanten abschließen. Mit dem Beleg müsst ihr Spannung aufbauen, damit der Ausschnitt sich später schön an den Hals legt. Sprich ihr müsst  ihn etwas dehnen (aber nur den Beleg!). Am besten ihr probiert es einfach ein wenig aus, kommt auch immer auf den Stoff und eure Rundungen an.

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Ich habe die Nähte mit einer Overlock genäht natürlich geht das auch mit einem schmal eingestellten ZickZack-Stich. Sobald ihr den Beleg angenäht habt, könnt ihr nun die andere Schulternaht schließen.

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Die Ärmel habe ich nicht nach innen sondern nach außen geschlagen, da diese auch nicht komplett genäht werden, habe ich sie zunächst mit Nadeln gesteckt.

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Ihr könnt nun mit den Seitennähten oder dem Saum weitermachen, da ich meine Maschine kenne und diese manchmal zickt, wenn ich ihr mit der Zwillingsnadel  zuviel Stoff zumute, habe ich mich für den Saum entschieden.

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Der Saum wird doppelt eingeschlagen und dann mit der Zwillingsnadel abgesteppt, natürlich geht auch hier wieder der schmale ZickZack-Stich. Sobald der Saum fertig ist, könnt ihr die Seitennähte schließen.

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Als letzter Schritt wird per Hand der Umschlag an den Ärmeln an einigen Punkten festgenäht. Nur an einigen Punkten, weil ich es locker einfach schöner finde.

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Das Ergebnis hat mich echt überrascht, ich hätte nicht gedacht, dass es dem Original so nahe kommt und auch noch so super sitzt.

vorneganz seitenansicht Rücken

saum ausschnitt vorne

Ich würde mich freuen, wenn ihr mir eure Meinung da lasst. Gerne möchte ich auch eure Ergebnisse sehen, falls ihr es ausprobiert, sei es auf Facebook oder Instagram #momentsenchanteursshirt

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