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Nähanleitung: Stirnband

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DATE: 4 Oktober, 2015
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Obwohl es so langsam immer ungemütlicher wird, bleibe ich dabei: Der Herbst ist eine tolle Jahreszeit! Den ein oder anderen Tag habe ich morgens schon darüber nachgedacht ob ich die Strumpfhosen aus dem Schrank holen soll. Ich gehöre leider zu der Sorte Mensch, die ständig kurz vor dem Erfrieren sind. Es vergeht also kaum ein Tag an dem irgendein Körperteil nicht kalt ist. So stellte ich mir eines morgens auch schon die Frage…Mütze Ja oder Nein?! Tatsächlich habe ich es schon einmal versucht. An diesem Tag war es jedoch so warm, dass es sogar mir zu lächerlich war und das soll schon was heißen.^^ Als Mützen- und Schal-Liebhaberin kann ich es kaum erwarten und werde es mega feiern, sobald ich wieder mit Mütze rumrennen kann (Schal trage ich nämlich schon)! 😀 Trotz meinem Strickwahn, dem ich seit geraumer Zeit wieder verfallen bin, wollte ich gerne mal wieder etwas nähen. In Bezug auf Kopfbedeckungen sind mir diverse Sachen eingefallen, die ich noch nie genäht habe aber unbedingt probieren möchte. Los geht es heute mit einem mega einfachen Stirnband. Dafür benötigt ihr kaum Zeit und kaum Material, also auch etwas für die Ungeduldigen unter uns. Da das Wetter unberechenbar ist habe ich gleich zum dicksten Wollstoff gegriffen den ich rumliegen hatte. 😀 Auch dieser gehört mal wieder zur Ausbeute eines Stoffmarkt-Besuchs und wartet seit einiger Zeit auf seinen Einsatz. Folgende Materialien benötigt ihr für ein Stirnband bei einem Kopfumfang von 54 cm:

  • Wollstoff-Rest
  • Nähmaschine/Overlock
  • Nähutensilien (Schere, Maßband, Nähgarn, Nähnadel, Stecknadel, Schneiderkreide)

Der Zuschnitt:

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Bevor ihr loslegt ist es ratsam euren Kopfumfang zu messen. Dafür legt ihr das Maßband vom Nacken aus über die Ohren bis vorne auf eure Stirn. Je nach Umfang müsst ihr ein wenig mit der Länge und Breite des Stirnbandes variieren. Aus dem Wollstoff schneidet ihr zuerst einen langen Streifen mit den Maßen 56 cm Länge (Kopfumfang + etwas Mehrweite) und 9 cm Breite. Dazu benötigt ihr noch ein kleines Rechteck mit den Maßen 12 x 7,5 cm.

Die Verarbeitung:

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Zuerst werden beide Längskanten des Streifens bzw. des Rechtecks mit der Overlock oder einem ähnlichen Stich versäubert. Da der Stoff relativ dick ist, habe ich mich gegen eine Futterverarbeitung entschieden. Einige Nähte werden später zu sehen sein, was ich bei diesem Stoff sehr passend finde. Die kurzen Seiten des Streifens werden nun aufeinander gelegt, die rechte Stoffseite befindet sich dabei innen. Dieses kurze Stück wird wieder mit der Overlock geschlossen, somit erhaltet ihr die Grundform des Stirnbandes. Im Nacken soll das Band etwas breiter sein als auf der Stirn und muss dementsprechend geformt werden.

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Dafür schlagt ihr die Längskanten direkt über der Naht bis zur Mitte ein. Damit nichts verrutscht fixiert ihr das Ganze mit ein paar Stecknadeln oder näht es mit ein paar Stichen. Im nächsten Schritt wird das Rechteck über der Naht angebracht, das dient nur der Optik. Das Stirnband soll später nicht nur wärmen sondern auch nett aussehen. 🙂 Bei diesem schmückenden Teil könnt ihr natürlich nach Lust und Laune etwas herumprobieren, so wie ihr es am schönsten findet. Meine Variante ist ein einfaches Reckteck, dieses legt ihr rechts auf rechts um das Band. Schließt nun die Kante mit der Overlock und wendet im Anschluss den kleinen Schlauch, so dass dieser auf rechts liegt.

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Nun ist es euch überlassen, ob die Nähte des Schlauchs zu sehen sein sollen oder nicht. Ich habe sie einfach nach Innen geschlagen und per Hand mit einigen Stichen am Band festgenäht. So kann das Teil beim tragen nicht versehentlich verrutschen. Fertig ist euer selbstgemachtes Stirnband. Wie ihr seht ist es mal wieder eine mega schnelle Sache. Perfekt für zwischendurch geeignet und zum Stoffreste verarbeiten.

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Und da Uschi (so habe ich den Püppikopf liebevoll getauft) sich wenig mühe beim Shooting gegeben hat, gibt es heute auch noch eine kleine Premiere. Wir (der Mann und ich) sind nämlich extra heute morgen los um ein paar Bilder zu machen! Nur für euch, aber bitte gewöhnt euch nicht dran. Ich finde es schrecklich vor der Kamera zu stehen und der Kerl ist wahrscheinlich begabt, aber nicht interessiert genug! 😀 Auch wenn die Ausbeute mager war, sind so 2-3 zeigbare Bilder dabei, will ich euch diese nicht vorenthalten.

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Für den Härtetest habe ich mir zur Abwechslung mal die Ohren freigelegt und diesen eleganten Knödel auf den Kopf gezaubert. Das Stirnband hat auf jeden Fall den Test bestanden, denn meine Ohren waren wunderbar warm. Falls ihr meine Anleitung nachnäht, zeigt mir unbedingt eure Ergebnisse. 🙂 Gerne höre ich auch eure Meinungen was „Tragebilder“ angeht, weiter ausbauen oder lieber ganz lassen?! Habt noch einen kuscheligen Sonntag und kommt gut in die neue Woche.

Mini

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