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Manchmal kommt es anders als man denkt…

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DATE: 9 März, 2016
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das kann man wahrscheinlich auf viele Bereiche des Lebens übertragen! Dramatik pur und das gleich im ersten Satz. 😀 Nein so schlimm ist es gar nicht, aber ihr kennt das vielleicht…man plant Dinge und nimmt sich Sachen vor. Das Ende vom Lied ist bei mir oft, dass nichts passiert oder was ganz anderes. Warum kann ich nicht eine dieser komplett durchdachten, durchgeplanten Menschen sein?! Alles hat Vor- und Nachteile, aber im Moment sehe ich bei mir nur die Nachteile! Durch dieses ständige umschwenken bzw. keinen richtigen Plan haben, kommt man sich schnell als riesen Looser vor! Aber hat es eventuell auch Vorteile so ein Looser zu sein? Okay Looser ist vielleicht etwas zu hart…nennen wir es einfach die Strukturlosigkeit in Person oder Nessa! Ja ich bin da definitiv an der vordersten Front dabei. Es geht schon damit los sich ein Ziel zusetzen…was möchte ich?! Selbst an dieser Frage hapert es, weil ich am liebsten alles auf einmal und sofort möchte. Bei soviel Entscheidungsfreudigkeit ist es klar, dass man sich verzettelt. Zumindest in Sachen Stoff und Schnitt kann ich behaupten, dass ich ganz genau weiß was ich möchte. Da war also dieser Traum von einem Cape.

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Bei diesem Projekt sah es am Anfang auch so aus, als ob ich einen Plan habe..aber hinterher ist man bekanntlich immer schlauer. 😀 Ich hatte noch einen Restbestand vom Blog Contest, ein camelfarbener Wollstoff! Der Schnitt 4 A aus der Burda Easy H/W 2011 war schnell gefunden, bzw. ich hatte ihn schon länger im Auge. Da ich immer und ständig friere war klar, ohne Futter geht da gar nichts. Ach und wenn schon gleich mit einem schönen dicken Fellimitat! Die passenden Verschlüsse geordert und es konnte losgehen. Voller Euphorie habe ich den Wollstoff mit allem drum und dran zugeschnitten, fixiert und genäht. Das war super einfach, denn es mussten nur die Teilungsnähte geschlossen werden, so konnte man schon perfekt erahnen wie das Ganze später aussehen wird. Nun gut…ich musste feststellen, dass ich mich bei der Einlage etwas verschätzt habe! Das Cape war ca. so steif wie ein Brett um genau zu sein! 😀

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Todesbetrübt machte ich mich erstmal an den Zuschnitt des Fells, dabei musste natürlich jedes Teil einzeln zugeschnitten werden…ist ein Traum wenn man eh schon ziemlich lahm ist bei so etwas. ;P Wie bei Fellimitat so üblich wird beim Zuschnitt nur die Geweberückseite zerschnitten, somit kürzt ihr nicht versehentlich das Fell. Das Schöne ist, danach hätte ich auch als Bär oder ähnliches durchgehen können weil ich die Flusen überall hängen hatte. Auch hier schloss ich alle Nähte und probierte im Anschluss die Kombination mit dem Wollstoff aus. Bingo es war Kacke, muss man einfach so sagen. 😀

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Das Ende vom Lied…ich war echt deprimiert! Aber komplett aufgeben kam nicht in Frage, irgendeine Lösung gibt es immer – Naja meistens. 😀 Das Cape aus dem Wollstoff konnte ich vorerst nicht mehr sehen, da war einfach die Luft raus. Nun gab es nur noch mich und das Zottelfell. Was lag also näher als daraus ein separates Cape zu nähen?! Das Fell hatte nun seinen großen Auftritt als Oberstoff…es fehlte nur noch ein leichter Futterstoff und los ging es! Auch hier wurden zuerst die Teilungsnähte geschlossen. Bei den vorderen Nähten wird ein Öffnung gelassen, durch diese kann man später die Arme stecken. Das Futter und der Oberstoff werden im Anschluss rechts auf rechts gelegt.

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Dabei ist darauf zu achten, dass das Fell „reingeschoben“ wird und nicht zwischen den Nahtzugaben herausschaut. So habt ihr später keine kahlen Stellen an den Nähten. 🙂  Die Armlöcher könnt ihr auch mit 2-3 Nadeln fixieren, damit an diesen Stellen nichts verrutscht. Nach dem stecken kann es an die Nähmaschine zum steppen gehen. Am Saum wird eine ca. 30 cm große Öffnung zum wenden offen gelassen. Bevor gewendet wird, müssen die Nahtzugaben und Ecken verschnitten werden.

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Sobald das Cape gewendet ist, dürft ihr die Nähnadel schwingen. Ich haben mir zuerst die Armlöcher vorgenommen, sprich das Futter an das Fell staffiert. Hier ist es genau das Gegenteil, der Flor wird nicht zwischen die Nahtzugaben geschoben, sondern rausgekämmt. Es fehlt nur noch ein Schritt zum fertigen Cape und zwar der Saum, der wie die Armlöcher anstaffiert wird. Wie ihr seht kein Hexenwerk und durchaus auch als Anfänger machbar! Letztendlich bin ich fast ein bisschen glücklich, dass nicht alles nach Plan gelaufen ist. Viele werden jetzt vielleicht sagen, dass es eine Spur zu extravagant ist, aber das ist halt Mode! Da ist alles erlaubt…ich bin der Meinung jeder sollte sich ausprobieren egal was einem die Medien vorschreiben wollen. Oder wie seht ihr das?

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Da das Cape an der Püppi etwas nichtssagend aussah, habe ich es mir kurzerhand übergeworfen. Das wird ja langsam zur Gewohnheit. Am liebsten würde ich ja raus in die Natur (das ist eine Lüge!:D)…aber bei der Kälte.. No Way, da kann das Cape noch so warm sein. 😀 Mittlerweile habe ich auch meine Meinung zu Tragebildern geändert und in Zukunft bzw. an wärmeren Tagen steht Outdoor-Bildern nichts mehr im Weg. Übrigens habe ich meinen festen Blog-Day von Sonntag auf Mittwoch verlegt und erhoffe mir davon, dass ich alles etwas besser geregelt bekomme. 🙂

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Vielleicht kommt euch die Leggings bekannt vor? Richtig das ist das gute Stück, welches als Probeteil bei Twitch entstanden ist. Kommen wir nochmal zur schweren Kost vom Anfang…ich habe mir das Ziel gesetzt etwas geplanter durchs Leben zu gehen, dennoch sind kleine Umwege erlaubt! Manchmal müssen Dinge einfach anders laufen als geplant und man kommt damit zu noch besseren Ergebnissen! Nun seid ihr gefragt, habt ihr Tipps und Tricks für mich? Oder falls es euch ähnlich ergeht lasst es einfach mal raus! 🙂 Ich wünsche euch noch einen zauberhaften Mittwoch und denkt dran das Wochenende ist schon zum greifen nah! Verlinkt beim Me Made Mittwoch.

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2 Comments
  • karin sagt:

    Hallo Nessa, dein cape ist ja voll cool geworden. Ein echter Hingucker! Und das Weiß steht dir zu deinen roten Haaren sooo gut! Es zeugt von schlichter Eleganz. Meiner Meinung nach brauchst du wirklich nicht zu fürchten, dass es zu overdressed wirkt.

  • Dein Zottelcape ist großartig und steht dir sehr gut.
    Leider kenne ich das mit dem Unorganisiertsein sehr gut, sonst würde ich auch mehr nähen und öfter bloggen. Das Geheimnis der Struktur liegt glaube ich darin, nicht immer alles gleichzeitg machen zu wollen, sondern genau eine Sache nach der anderen abzuwickeln. Da ich immer so viele Ideen habe, fällt mir das sehr schwer. Es gibt glücklicherweise aber auch Zeiten, in denen es bei mir besser funktioniert. Pläne aufschreiben und konsequent sein, hilft schon ein bisschen.
    LG
    Susanne

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