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Bitte gehen sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen…

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DATE: 29 September, 2016
COMMENTS: 8

Genau so sah es hier in den letzten Wochen aus und ich muss zugeben, das Schreiben dieses Blogposts ging mir heute nicht so leicht von der Hand wie sonst. Hab ich es etwa verlernt in der kurzen Zeit, ich glaube die Antwort kann ich verneinen. Normalerweise geht mir das Herz auf, sobald ich etwas Neues genäht habe und es endlich präsentieren kann. Aber diese Mal ist es irgendwie anders. Eventuell liegt es daran, dass mein Jersey- Mantel schon etwas länger fertig ist. Hmm nee das ist es auch nicht, dann kann es nur eins sein….dööödöööödöööö das böse Blogtief!

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Ich bin mir sicher, dass jeder Blogger/in irgendwann an diesen Punkt gelangt und das wahrscheinlich auch nicht nur einmal im Laufe seiner „Karriere“. So what can i say…mich hat es mal wieder erwischt! Was treibe ich hier überhaupt und warum? Alles wird gnadenlos hinterfragt, da bin ich eine wahre Meisterin drin!

Bitte versteht mich nicht falsch, dass soll hier kein „Fishing for Compliments“ werden. Das wäre nämlich genau der falsche Weg, denn heutzutage legen wir einfach viel zu viel Wert auf die Meinung von Anderen, die wir teilweise nicht mal persönlich kennen.

Aber warum hat der Mensch so ein großes Bedürfnis nach Aufmerksamkeit, das ist es ja letztendlich worum es geht oder?!

Das ist eine sehr gute Frage, die ich selber nicht beantworten kann…wenn ich es könnte würde ich mich davon frei machen! Irgendwie habe ich das Ziel aus den Augen verloren, welches war das überhaupt? Eigentlich mache ich seit Anbeginn das was ich schon immer mache. Ich richte mich nicht nach irgendwelchen Trend-Stoffen oder Schnitten, die gerade überall gehyped werden. Ich habe schon das ein oder andere Mal daran gedacht „Hochverrat“ zu begehen, nur für Bestätigung bzw. Aufmerksamkeit. Ich bin froh dass ich mich dagegen entschieden habe, denn das bin schließlich ich! Mit einer großen Leidenschaft für die Stoff-Schatzsuche, die ich auch nicht mehr missen möchte. (Ihr solltet mal meine legendären Freudentänze sehen, die ich regelmäßig in den Stoffgeschäften oder auch vor dem PC aufführe. 😀 ) Das stand bei mir immer an oberster Stelle und soll auch so bleiben, egal ob es „ankommt“ oder nicht. Mir selber treu bleiben ist wichtiger als eine Follower-Zahl oder ähnliches.

Was man nicht vergessen darf, dass es da draußen wunderbare Menschen gibt, die sich meine Bilder und meinen Gedankenmüll gerne geben! Und an diese möchte ich heute einfach mal ganz viel Liebe verteilen! :-* Es ist mir immer wieder ein Fest sich mit euch auszutauschen und sich gegenseitig zu inspirieren! <3

Wie gehts es nun weiter? Alles wird so weiterlaufen wie bisher nur etwas ungezwungener und wieder mit mehr Spaß!. 😀 Es wird endgültig ein Haken hinter das Tief gesetzt, zumindest bis zum nächsten. 😛 Ich hoffe ihr seid jetzt nicht zu sehr geschockt, meine Welt ist halt auch nicht immer nur der kleine Pastelltraum.

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Ich kommen dann mal zum erfreulicheren Teil dieses Blogposts, meinem Jersey-Mantel. Ich habe ja schon das ein oder andere Mal durchblicken lassen, das Jersey nicht mein Favorit unter den Stoffen ist. Mittlerweile fühlt es sich nicht mehr ganz so falsch an wie am Anfang, aber die große Liebe wird es nie werden. Was allerdings total gut war, dass ich eine große Erkenntnis bei der Verarbeitung hatte.

Denn Zwillingsnadel ist nicht gleich Zwillingsnadel. In meinem Kopf war einfach schon immer verankert, dass diese für elastische Nähte gedacht ist. Das es verschiedene Breiten und Stärken gibt, war selbstverständlich. Bei den meisten Nähmschinen ist immer ein kleiner Vorrat an Nadeln mit dabei, unter anderem die besagte Zwillingsnadel. Mit dieser habe ich mich dann an mein Probestück gesetzt. Konnte also nichts schief gehen…tja falsch gedacht! Woher soll man aber auch wissen das es extra „Stretch-Zwillingsnadeln“ gibt?! Bei Instagram haben sich zum Glück auch noch ein paar Unwissende geoutet, in Gesellschaft ist es doch am schönsten. 😉 Nachdem ich die richtige Nadel besorgt habe lief es alles von selbst, es sind wie so oft halt die kleinen Dinge die es ausmachen.

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Egal wieviele Nerven mich der Mantel gekostet hat, das Ergebnis liebe ich! Durch den dünnen Jersey bekommt der Mantel eine schöne Leichtigkeit bekommt. Ich kann ihn mir aber auch durchaus aus einem festeren bzw. dickerem Material vorstellen. Damit würde dann auch die Passe besser zur Geltung kommen, die ein bisschen an einen Trenchcoat erinnert. Der Schnitt ist übrigens aus der Burda Easy F/S 2015 Modell 1 C/D.

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Ganz besonders die Farbe ist wie für den Herbst gemacht, es ist eine Mischung aus einem Nudeton bzw. hellem Rostton. Ich habe viel ausprobiert, die beste Kombi war eindeutig schwarz. So kann der Mantel super wirken, er spricht eh schon für sich, da braucht es einfach nicht mehr. Als kleines Highlight habe ich mich dann aber doch noch für die Tasche und Pumps aus Lack entschieden.

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Jersey-Mantel: Moments Enchanteurs

Body: Ebay (Ähnlich Hier)

Hose: Ebay (Ähnlich Hier)

Pumps: Ebay (Ähnlich Hier)

Tasche: Woolworth (Ähnlich Hier)

Verlinkt: RUMS

Hach jetzt fühle ich mich gleich etwas erleichtert und auch wieder ein kleines bisschen glücklicher. Das musste einfach mal raus, durch die Konfrontation mit all diesen blöden Gedanken führt man sich schnell vor Augen was wirklich zählt. Das ist nämlich der Spaß und das sollte man auch nie vergessen!

Zum Schluss habe ich noch eine Bitte, denn ich habe auch erkannt, dass ich einfach viel zu wenige Blogger kenne und das möchte ich ändern! Also wenn ihr den ein oder anderen Vorschlag habt, gerne her damit. 🙂  Habt eine schöne Restwoche ihr Süßen!

Mini

 

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8 Comments
  • Dein Blogpost spricht mir aus dem Herzen, mir geht es oft genauso. Auch ich mache lieber meine eigenen Sachen als irgendwelche Schnitte, die gerade in bestimmten Bloggerkreisen angesagt sind, zu nähen. Leider neige ich aber trotzdem immer wieder dazu, nach Followerzahlen zu schielen oder meinen Blog mit anderen zu vergleichen. Ich selber finde allerdings tatsächlich Blogs interessanter, in denen ich nicht zum hundertsten Mal das Gleiche zu sehen bekomme.
    Deinen Blog und deine Fotos find ich jedenfalls sehr inspirierend, der Mantel sieht super aus.
    LG
    Susanne

    • Nessa sagt:

      Huhu Susanne, ich bin echt positiv überrascht, hätte nicht gedacht dass es doch so vielen Leuten genauso geht. Das schielen nach Zahlen wird man wohl leider nie ganz los, genauso wie die Vergleiche. Ich versuche mich jetzt einfach mehr auf mich selbst zu konzentrieren, wie Katrin so schön geschrieben hat…wir schaffen Erinnerungen für uns selbst! Und daran sollte man in erster Linie denken.:) Liebe Grüße Nessa

  • Lisa Kantus sagt:

    Der Mantel ist wirklich toll geworden und steht dir richtig super.

    Liebe Grüße

    Lisa

  • Katrin sagt:

    Hallo Nessa,
    ich kann verstehen, wenn du manchmal ein blog-Tief hast. Aber mir würde deine Blog fehlen. Ich habe zwar in vielem einen anderen Geschmack als du, das hält mich aber nicht ab, deine Post gerne zu lesen und eine Menge davon zu lernen. Viele Tricks fürs Nähen und Ideen, was ich auch mal versuchen könnte. Und mir dann auch immer wieder Gedanken zu deinen Berichten zu machen.
    Ich bin kein Digital Native und es dauert wie jetzt mindestens 1 Jahr lesen, bevor ich einen Kommentar abgebe. Aber ich freue mich immer deine wunderschönen Bilder zu sehen und fühle mich dir verbunden als Auch-Bremerin und ebenfalls-Nähende. Ich habe mit meinem Blog angefangen, einfach um mir selber zu zeigen, das ich was mache und Ergebnisse bei meinem “ Gewurschtel“ herauskommen. Ich wollte einfach eine Erinnerung an mich selbst: du schaffst was eigenes und das Leben besteht nicht nur aus Haushalt, Alltag, Buchhaltung (also Arbeit) und sonst noch eben so rumwurschteln.
    Der erste Kommentar auf meiner Seite von jemanden der nicht aus meiner Familie und meinem Freundeskreis kam hat mich total verschreckt. Ich bin immer noch erstaunt, das Leute, die mich gar nicht real kennen, meinen Blog lesen. Es ist gar nicht wichtig, ob es gemocht oder kommentiert wird. Einfach das tatsächlich welche da waren, um es sich anzusehen und zu lesen ist schön und ich fühle mich in meiner Stoff-Begeisterung nicht mehr so alleine.
    Aber je mehr Blogs ich lese, um so schwieriger finde ich es auch, keine Vergleiche anzustellen. Da sind immer welche, die viel perfekter nähen, schneller ihre Projekte fertig haben, brilliante Fotos machen, x1000 Tutorials in 2 Wochen schreiben und noch die Zeit haben überall anders und mit allen auch noch vernetzt zu sein. Ich muss mir dann immer wieder sagen: das sind vielfach Profis, die müssen/wollen damit Geld verdienen oder sich einen Job aufbauen oder oder oder.
    Dann einfach dabei zu bleiben, das es nur Spaß und Freude bringen soll, eine Art online-Projekt-Tagebuch ist oder etwas ganz anderes… Schwer und manchmal richtig schwer.
    Ich lese deinen Blog gerne und freue mich, wenn ich die Stellen erkenne, wo du die Fotos gemacht hast. Und diesen Winter werde ich mir noch den Kimono nähen. Der hat mir nähmlich ausgesprochen gut gefallen. Und dann werde ich auch meinen eigenen Rat befolgen und trotz schlechter Fotos einfach endlich meinen neuen Post abschicken.
    Setz dich nicht unter Druck! Keep up the good work, wie man so schön sagt.

    • Nessa sagt:

      Ohh liebe Katrin❤ Vielen lieben Dank für deine lieben Wort, ich weiß gar nicht was ich sagen soll.:) Das BlogTief ist gerade in weite ferne gerückt, nicht zuletzt durch deinen und all die anderen lieben Kommentare! Und ich werde auch nicht aufgeben, denn du hast vollkommen recht…Erinnerungen schaffen an sich selbst! Schöner hättest du es nicht sagen können. Man sollte stolz sein, auf sich und seine Fähigkeiten, sowie deren Ergebnisse. Oh ja der Kimono, da freue ich mich wenn ich ihn mir anschauen kann.:) Liebe Grüße Nessa

  • Eva sagt:

    Liebe Nessa, dein Jäckchen ist wundervoll geworden, die Bilder wie immer grandios. Und vor knapp 1,5 Monaten hatte ich es auch wieder das Tief und lese fast wöchentlich bei einem von uns Bloggern von dem Tief. Denn ja das Leben ist nicht nur ein Pastelltraum oder jeden morgen im Bett mit Blumenstrauß frühstücken oder so unabhängig und miau *lach* Die Blogs, Instagram etc zeigen immer nur einen Teil von uns und erschaffen auch Illusionen. man liest von all den organisierten tollen Leuten die erfolgreich sind, hinterfragt sich selbst kritisch und weiß da geht noch mehr. Man macht sich ein Stück wiet von Likes und Kommentaren abhängig und vergisst warum man das eigentlich tut. Doch alles sollte seinen Rahmen haben, ich finde wirklich dass Authentizität der Schlüssel ist, sei du selbst mach dein Ding und dafür wird man dich lieben oder eben nicht- doch alles andere ist unwichtig! Lieber einen ehrlichen Leser als 10 die nur followen wenn du zurückfollowst usw…
    Es ist auch etwas schade dass inzwischen so selten auf Blogs kommentiert wird, ich versuche mindestens einmal die Woche bei meinen Lieblingsblogs vorbeizugucken und sage dann auch gerne was dazu wenn ich was zu sagen habe und auch um zu zeigen ich schätze deine Arbeit. Also: Holla auf gehts in neue Höhen und die Tiefen bekommen wir doch auch gemeistert 😉 Herzliche Grüße

    • Nessa sagt:

      Wow den Kommentaren musste ich jetzt erstmal sacken lassen. Ich bin ehrlich, mir sind sogar ein paar Tränen in die Augen geschossen. Es tut gut zu lesen, dass man nicht alleine ist mit diesen Gedanken. Gleichzeitig hast du mich aber auch zum lachen gebracht.:D Diese Illusionen finde Ich auch voll okay, denn auch da steckt Arbeit hinter.:) Ich denke nur an meine Foodbilder wo ich schon fast verhungert bin bzw. kalt essen musste, weil vorher noch die Fotos gemacht werden mussten.😂 Und ja ich wünschte ich wäre nur halb so organisiert, mein Leben kommt mir dagegen als das totale Chaos vor! Diese Vergleich sind einfach das schlimmste was man machen kann, denn sie führen zu nichts. Sich selber akzeptieren ist wirklich der Schlüssel zum Glück. Diese Follower-Mentalität finde ich auch schrecklich und du hast absolut recht lieber 1 ehrlichen Leser als 10 falsch! Da muss ich gestehen, dass ich das kommentieren bisher leider auch sehr vernachlässigt hab. Was sich definitiv ändern muss! Ich danke dir so sehr für deine lieben Wort!😘

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