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Schlauchkleid mit XL-Rollkragen – BurdaStyle 12/2014 Mod. 121

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DATE: 15 Dezember, 2016
COMMENTS: 7

Einfach nur der Wahnsinn wie die Zeit rennt, nur noch knapp eineinhalb Wochen bis Weihnachten. Ich genieße die Zeit ganz bewusst, weshalb hier auch ein bisschen weniger los ist. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen diverse weihnachtliche Beiträge zu machen, aber bei der ganzen Hülle und Fülle da draußen habe ich mich, bis auf 1-2 Beiträge, dagegen entschieden. Zum Wochenende zeige ich euch eins meiner liebsten Keks-Rezepte und ganz vielleicht noch ein kleines DIY, das entscheide ich aber noch spontan. Versteht mich nicht falsch ich mag Weihnachten sehr, aber dieser Overkill im Netz ist mir too much. Außerdem verbringe ich meine Zeit gerade mal wieder lieber an der Nähmaschine zum Beispiel um mir mein wunderschönes Weihnachtskleid aus Samt zuversauen, aber das ist eine andere Geschichte. 😀

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Um ein Kleid soll es aber heute auch gehen. Der Schnitt und Stoff sind eigentlich nicht wirklich mein Ding. Eine berechtigte Frage wäre an dieser Stelle, warum zur Hölle kauft und verarbeitet sie so einen Stoff dann überhaupt? Ganz ehrlich…ich habe keine Ahnung. In meinem Kopf hatte ich dieses Bild von meinem Mantel mit dem silbernem Reißverschluss, darunter dieses Kleid, eine schwarze Strumpfhose und schlichte, schwarze Stiefeletten. Nun wie man sieht ist es nicht zu diesem Outfit gekommen und es gibt auch nur Fotos an der Puppe, wieso weshalb warum erkläre ich dir jetzt im Laufe dieses Posts. 😉

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Es ist mal wieder einer dieser Coupons vom Stoffmarkt Holland, der mich verführt hat. Er sah interessant aus…vielleicht kann man ja was draus machen. Normalerweise eine sehr schlechte Herangehensweise, aber das ist bei mir zum Glück nur bei relativ günstigen Stoffen der Fall. Ach wem will ich das denn erzählen… auch wieder eine andere Geschichte, aber ich wette damit bin ich nicht alleine! 😀 Der Stoff war also da und ich hatte diese Vision, nach ein wenig Recherche habe ich auch schnell einen niedlichen Schnitt gefunden. Und zwar das Schlauchkleid mit XL-Rollkragen aus der BurdaStyle 12/2014. Spitze sieht natürlich immer gut aus und die Bilder sind immer so verlockend, das ich manchmal vergesse oder nennen wir es eher darüber hinwegsehe, dass es mit einem anderen Stoff ganz anders wirken kann.

Zuschnitt & Verarbeitung

 

Der Zuschnitt war total unspektakulär, denn der Schnitt besteht nur aus 3 Teilen: Vorderteil, Rückenteil und Ärmel. Alles wird bei doppelter Stofflage zugeschnitten und dann geht es schon ab an die Nähmaschine. Das Nähen an sich ist mindestens genau so simpel, wie der Zuschnitt. Zuerst werden das Vorder- und Rückenteil rechts auf rechts aufeinander gelegt und die Seitennähte gesteppt und versäubert.

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Hingegen der Anleitung habe ich nicht mit der Raffung in der Taille weitergemacht, sondern mit dem Rollkragen. Auch hier liegt das Vorder- und Rückenteil weiterhin rechts auf rechts aufeinander und die Seiten werden bis zum Armloch bzw. bis zur entsprechenden Markierung geschlossen. Das macht in meinen Augen mehr Sinn, denn so kann man das Kleid erstmal richtig anprobieren und wenn es  zu weit sein sollte, hat man immer noch die Chance es enger zu machen ohne lästiges Auftrennen des Gummis.

Schon bei der ersten Anprobe war ich ziemlich happy, denn der Schnitt hat auf Anhieb super gepasst. Ich habe die Größe 34 gewählt und musste keinerlei Änderungen vornehmen. Im Anschluss konnte ich die Ärmelnähte steppen und die Ärmel entsprechend der Markierungen einsetzen. Eben nochmal kurz reingeschlüpft um den Ärmelsitz zu überprüfen und auch hier saß alles wunderbar. 🙂

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Nachdem die Passform-Frage geklärt war, konnte es nun an die Raffung in der Seitennaht gehen, dafür habe ich ein ganz schmales Gummiband (6 mm breit) benutzt. Es wird unter leichtem Zug per Zickzack-Stich auf die Nahtzugabe genäht, das ist wichtig damit die Naht sich trotzdem noch „bewegen“ kann.  Die fertige Länge war in der Anleitung mit 20 cm angegeben, meine ist nur  15 cm…sollte ich an dieser Stelle erwähnen, dass ich eigentlich nicht so der Fan von Raffungen bin…ach was soll`s, wenn schon denn schon. 😀 Ich hatte auch kurz überlegt, ob ich sie wieder raustrenne. Das Gesamtbild war aber sehr stimmig, also habe ich es so gelassen.

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Es fehlten nun nur noch Abschlussarbeiten am Kragen und an den Säumen. Das Kragenende habe ich lediglich mit der Overlock versäubert, das hat mir persönlich gereicht. Denn die Kragenkante wird eh nach innen gefaltet und die seitlichen Nähte mit einigen Handstichen an den Ärmeleinsatznähten angenäht. So kann eigentlich nichts herausschauen.  Auch die Ärmelsäume und den Saum habe ich mit der Overlock versäubert. Einfach eingeschlagen habe ich Sie wie folgt: Ärmelnähte 1,5 cm/Saum 2,5 cm. Entsprechend abgesteppt habe ich Sie dann mit der Zwillingsnadel.

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Und das war´s auch schon, wirklich ein schönes schnelles Projekt für zwischendurch! Ich finde das Schnitt und Stoff gut harmonieren, bin selber ein bisschen überrascht wie gut mir das Ergebnis gefällt, obwohl ich Animal Prints genauso wenig mag wie Raffungen. 😀 Ja aber warum gibt es denn trotzdem keine Tragebilder?! Die Kunst bei Animal Prints besteht darin, sie richtig zu kombinieren damit sie nicht „billig“ wirken und genau da liegt gerade mein Problem! Das ist der einfache Grund warum es nur ein kleines Making of gibt! Ich habe schon eine grobe Idee in welche Richtung es gehen könnte, aber dafür fehlen mir noch passende Kombi-Teile.

Erst gestern habe ich wieder gemerkt, wie wichtig es ist Stoffen/Kleidungsstücken (oder auch der Person dahinter), die Zeit zu geben die Sie brauchen. Mittlerweile finde ich das auch völlig okay und mache mir keinen Stress mehr deswegen. Genau das rettet mir nämlich gerade mein Weihnachtskleid, hoffe ich zumindest! 😀 An dem ich übrigens auch schon längst wieder sitzen sollte, Weihnachten wartet schließlich nicht auf mich. 😉

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Nähtechnisch bin ich mit diesem Kleid sehr zufrieden, ob wir trage-technisch noch Freunde werden weiß ich nicht. Ich finde es aber wichtig auch mal über solche Projekt bzw. Ideen zu berichten die im nachhinein nicht so funktioniert haben, wie man es gerne gehabt hätte. Und wenn ich mir jetzt gerade wieder die Bilder anschaue, finde ich es schon ganz cool. Also drück mir die Daumen, dass ich noch eine passende Kombi finde, falls du Tipps hast immer gerne her damit. Bevor ich mich nun verabschiede möchte ich aber noch unbedingt von dir wissen, ob du dich auch schon bewusst an Stoffe und Schnitte gewagt hast, die eigentlich nicht dein Ding sind? Und ob du es bereut hast? Ich freue mich auf deinen Kommentar und wünsche dir noch eine schöne Woche. 🙂

Verlinkt: RUMS

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7 Comments
  • CaroEngel sagt:

    Was für eine tolle Idee, für Silvester eigentlich ideal.
    Wow!
    Liebe Grüße aus dem Süden
    Caro

  • Rock Gerda sagt:

    Cooles Kleid, ich glaube das ist was für spezielle Auftritte. Ich finde Stoff und Schnitt sehr schön, aber ich kann dich verstehen, manchmal fühlen sich Kleidungsstücke einfach unpassend an… manchmal braucht es einfach etwas Zeit und die passenden Accesoires. Dunkle Schuhe und Strümpfe klingen ja schonmal gut, vielleicht noch ne schwarze Kette und dann würde ich mal Blazer oder Strickjacke dazu kombinieren. Ich bin auf alle Fälle gespannt, vielleicht magst du ja doch mal Bilder an Dir zeigen…

    Liebe Grüße
    Rock Gerda

  • Goldkind sagt:

    Wow. Was für ein Statement-Kleid! 😀
    Also der Schnitt begeistert mich gerade sehr, aber bei der Stoffwahl… uiuiui. XD
    Aber ich kenne das. Stoffmarkt-Coupons, die bösen Verführer! ^^

    Ich hoffe, du findest noch die passenden Kombiteile!

  • Julia Jamei sagt:

    Liebe Nessa,
    sehr erfrischend mal keinen „Weihnachts/Adventskalender/Kauf dies und das“ Blogpost zu lesen.. mir gehts da ähnlich wie dir 😉
    Das Kleid ist der Hammer! Ich könnte mir es sehr gut für Silvester vorstellen. Sonst würde mir aber auch schwer tun mit der Kombination. Vielleicht mit schwarzen booties und einer schwarzen Strumpfhose?
    Ich freue mich schon auf die Tragebilder. Aber lass dir Zeit.. manchmal muss man sich auch erst an ein neues Kleidungsstück gewöhnen.

    Liebe Grüße,
    Julia

    • Nessa sagt:

      Schön das mal jemandem ähnlich geht!😃 Und viele lieben Dank!❤ Ja an Silvester hab ich auch schon gedacht, oder allgemein als Party Outfit, aber ich will mich auch ein bissen herausfordern und schauen ob es sich irgendwie alltagstauglich stylen lässt.😅 Ich schlaf einfach noch ein paar Nächte drüber, irgendwann wird schon der Geistesblitz komme.😂
      Liebe Grüße
      Nessa

  • Andrea sagt:

    Liebe Nessa! Dein Kleid ist meiner Meinung nach eine echte 10! Trotzdem kann ich dich gut verstehen. Nach Jahren habe ich wieder angefangen für mich zu nähen. Angefangen habe ich mit einer petrolfarbenen Else. Soweit ist sie gut gelungen. Da ich aber Oberteile zwei Grössen grösser trage als „Unterteile“ sitzt sie etwas sackmässig. Dann entschloss ich mich, ihr Taillen- und Rückenabnäher zu verpassen. Jetzt sitzt sie prima. Ich habe noch ein passendes Tuch mit wirklich schönen Farben gefunden, dass ich dazu tragen kann. Ob wir Freunde die Else und ich, wird sich Weihnachten zeigen. LG Andrea

    • Nessa sagt:

      Huhu liebe Andrea, vielen Dank für deine lieben Worte!☺ Das hört sich ja auch spannend an mit deiner Else. Es ist immer toll, wenn man mit so Kleinigkeiten wie Abnähern, soviel “bewirken“ kann. Manchmal sind es halt genau die Dinge, die es ausmachen, dass man sich wohlfühlt.☺ Und du solltest sie unbedingt tragen, wenn du soviel Mühe hineingesteckt hast!❤
      Liebe Grüße
      Nessa

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