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The 90ies are back – Fashionmakery meets Kullaloo

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DATE: 14 September, 2017
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Nun ist es doch eine Woche später geworden, als ich geplant hatte. Aber manchmal kommt einem das Leben dazwischen bzw. ein kleiner Findelkater. Wie du dir sicher vorstellen kannst geht hier seit dem alles drüber und drunter. Auch mich hat diese „Hauruck-Aktion“ etwas umgehauen. Blöde Veränderungen und dann auch noch so spontan. Aber wir geben unser Bestes, damit alle Beteiligten glücklich und zufrieden sind. 🙂

Das nur mal als kleiner Einblick, was hier momentan gerade los ist. Aber darum soll es in diesem Post natürlich nicht hauptsächlich gehen. Heute vor etwas einem Jahr hat mein Off-Shoulder Kleid den Sommer verabschiedet, dieses Jahr ist mein Bralette inklusive kleinem Accessoire an der Reihe.

Als ich gesehen habe, dass Fashionmakery mal wieder ein Trendteil rausgehauen hat, war ich sofort Feuer und Flamme. Mir ging es dabei nicht um den Trend an sich, allerdings habe ich schon seit einiger Zeit mit dem Gedanken gespielt Unterwäsche oder Bademode selber zu nähen. Tausend Gründe unter anderem auch die sehr dünnen bzw. rutschigen Stoffe haben mich bisher davon abgehalten. Um sich dem Thema aber doch anzunähern ist so ein blickdichtes Bralette auf jeden Fall eine gute Alternative, denn es erinnert eher an ein Crop Top als an „Unterwäsche“. Für mich als Bralette-Newbie also genau das Richtige. 🙂

Die Stoffauswahl verlief relativ unspektakulär, denn ich hatte den Stoff schon seit längerem in meinem Bestand. Mal wieder ein Reststück vom Stoffmarkt Holland. Ich kann leider überhaupt nicht sagen, um was für einen Stoff es sich handelt. Er ist bunt bedruckt, sprich auf der rechten Seite ist das Muster und auf der linken ist er komplett weiß. Zusätzlich gibt es ein Muster, welches mit weißem dickeren Garn in Schussrichtung aufgestickt wurde. Allgemein hat er einen sehr festen Stand und ist in Kettrichtung elastisch. Falls jemand von euch eine Ahnung hat um was für einen Stoff es sich handelt, sehr gerne raus damit. 🙂

Zuschnitt und Verarbeitung

Beim Zuschnitt habe ich mich dazu entschieden die Stickerei längs verlaufen zu lassen, sprich im falschen Fadenlauf zu zuschneiden. Dadurch waren die Schnittteile nun in der waagerechte dehnbar. Um ein Ausleiern zu verhindern habe ich die Rundungen mit etwas Einlage fixiert. Im Nachhinein kann ich nun sagen, dass es den Bindebändern auch gut getan hätte. Naja, hinterher ist man immer schlauer.

Größe 34 hat bei mir fast perfekt gepasst, nur an den oberen Enden der Teilungsnähte musste ich an jede Naht um ca. 0,5 cm einstellen. Ich habe die Linie einfach harmonisch in die Rundung einlaufen lassen. Alles in allem war das Bralette wirklich schnell zusammengenäht…Teilungs-/Seitennähte geschlossen und abgesteppt, Träger hergestellt/angebracht und anschließend das komplette Bralette verstürzt. Nach dem Wenden hieß es nur noch die Öffnung schließen bzw. einmal rund herum absteppen, dieser Teil war bei mir aus besagtem Grund (Bindebänder nicht fixiert) etwas tricky, aber dennoch gut machbar. Die Anleitung und des Schnitt waren wie ich es bisher gewohnt war…einfach Top!

Wie stylt man überhaupt so ein Bralette?

Als das Bralette endlich fertig war, habe ich mich sofort auf die Suche nach Kombinationsmöglichkeiten gemacht. Zuerst dachte ich an eine lockere Bluse, oder doch lieber ohne was drunter und mit einem Maxirock am Strand?! Leider hat mich das alles nicht so wirklich überzeugt und ich habe nochmal ein wenig im Internet recherchiert. Schon bei Fashionmakery selbst gab es ein schönes Beispiel, wo das Bralette über einem T-Shirt getragen wurde. In diesem Moment ist es mir wie Schuppen von den Augen gefallen…the 90 are back!

Momentan sieht man überall Sachen die schon damals „in“ waren, was passt also besser als mal wieder das 90´ies Kid raushängen zu lassen. Die Mom-Jeans war dafür ein absolutes Must have! Bei eBay habe ich super günstig eine von Zara gefunden. Fun Fact ich liebe es Secondhand zu kaufen, aber war noch nie in einem Shop…the magic happens online. 😀 Weißes Basic-Shirt dazu und fertig!

Grundsätzlich stand das Outfit nun, aber da ging noch ein bisschen mehr. Zeitlos aber doch irgendwie 90 er sollte es sein…natürlich ein Basecap! Ich wurde auch schnell bei der Suche nach einem Schnitt fündig und zwar bei Kullaloo. Leider gab es nicht sehr viele Beispiele von Modellen für Erwachsene, außer von der lieben Mina. Die hat mir dann auch Mut gemacht und somit war klar, egal wie viel Zeit und Geld es kostet, ich brauche so ein Cap! Es hat mich einfach total gereizt, mal wieder etwas Neues auszuprobieren.

Genug Oberstoff vom Bralette hatte ich noch übrig, aber diverse Einlagen mussten besorgt werden. Das hat sich ein wenig gezogen, aber bei Karstadt bin ich letztendlich fündig geworden. Vielen Dank nochmal an die Näh-Ladies aus der Bremer Facebookgruppe für den Tipp. 🙂

Bis zu dem Punkt war ich mir trotzdem nicht sicher, ob ich es wirklich hinbekommen würde selber ein Cap zu nähen. Diesbezüglich habe ich schließlich bisher keine Erfahrung. Ein bisschen Aufwand war es auf jeden Fall, aber nicht so schlimm, wie ich am Anfang befürchtet hatte. Super ist, dass es auf dem YouTube Kanal von Kullaloo eine Video-Anleitung dazu gibt. Diese habe ich mir vorher angesehen und konnte so abschätzen, ob es machbar ist oder nicht. Und es war absolut machbar!

Bei der Auswahl der Größe war ich mir Anfangs total unsicher, gemessen lag mein Kopfumfang bei 54 cm. Um auf Nummer sicher zugehen habe ich die Mützenteile jeweils in Größe 54-55 und 56-57 aus Nessel zugeschnitten und fix zusammen genäht. Es passten definitiv beide Größen. Ich habe mich aus haartechnischen Gründen dann aber doch für die Größe 56-57 entschieden. 😉

Bevor es endlich richtig losging musste ich mich noch für eine Variante entscheiden. Denn das Schnittmuster „Happy“ beinhaltet nämlich gleich drei Verschluss- bzw. zwei Schirm-Varianten. Meine Wahl viel auf den Klettverschluss und die Schirm-Variante „Cool“. Ich muss gestehen, dass ich zuerst die kleinere Variante Casual probiert hatte. Diese war allerdings etwas zu schmal für meinen Kopf. Dank der Anleitung ging das Nähen super fix und auch völlig problemlos. Sogar das Absteppen des Schirms durch zwei Lagen Oberstoff / S 520 und einer Lage Decovil hat meine Nähmaschine locker geschafft.

Jumpsuit: Moments Enchanteurs

Schnittmuster: Bralette A 4.1

Schnittmuster: Baseball Cap „HAPPY“ für Erwachsene

Stoff: Stoffmarkt Holland

Mom-Jeans: Zara (Secondhand)

Verlinkt: Rums

So ist mal wieder ein Outfit ganz nach meinem Geschmack entstanden. Diese sportliche/lässige Variante  mit dem leichten 90ies Touch gefällt mir unglaublich gut. Ich denke aber man kann damit auch andere schöne sommerliche Looks zaubern, darauf freue ich mich schon im nächsten Jahr. Für die beiden Schnittmuster gibt es von mir auf jeden Fall ein klare Kaufempfehlung, mich haben sie vollkommen überzeugt! Jetzt bin ich aber auf deine Meinung gespannt. Lass mir gerne ein Kommentar da, wie dir das Outfit gefällt. 🙂

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1 Comment
  • Fredi sagt:

    Die Cap! Und das ganze Outfit! Ich finds echt mega, ich liebe deinen Stil und du überrascht mich immer wieder mit total genialen Outfits. Aber die Cap ist für mich echt das Highlight 😉
    Liebe Grüße, Fredi

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